Ich hab mich in die Gitarren verknallt

„Den 60er feiern is´ fad, da möcht ich lieber eine schöne Primzahl würdigen.“ Unter diesem Motto hatte Alex Miksch am 12. März dieses Jahres zu seinem 59. Geburtstag geladen.

Gefeiert wurde typgerecht. Musiker-Freundinnen und Freunde waren gekommen, um mit ihm gemeinsam zu spielen, zu singen und dabei auch Lieder des neuen Albums „Wo der Mond wohnt“ vorzustellen. Dieses Album wird das mittlerweile Achte aus der Feder von Alex Miksch sein, die Lieder darauf sind in unterschiedlichen Kooperationen eingespielt worden und es wartet auf die letzten Produktionsschritte. 

Wer Alex Miksch live gesehen und gehört hat, weiß, was ich meine, wenn ich von ansteckender Freude bei seinen Auftritten erzähle. Freude, die einem Menschen entspringt, der sich der Musik und speziell den Gitarren verschrieben hat und das mit beharrlicher Konsequenz lebt.

Der Musiker Alex Miksch im Gespräch mit Fritz Schandl 

Ich hab mich in die Gitarren verknallt weiterlesen

Bleiben

Prolog: Vor dem Vergessen

Es war einmal – wie es sich für ernstzunehmende Geschichten gehört – eine Seele, die sich auf den Weg machte.

Nicht einfach irgendwohin, sondern auf die Erde. Ein durchaus ambitioniertes Projekt, wenn man bedenkt, dass dort unten alles ein wenig… dichter ist. Gefühle, Gedanken, Missverständnisse. Und vor allem: das Vergessen.

von Natascha Wagner-Paar

Bleiben weiterlesen

Schönes Vermehren

„Du schreibst? Du fotografierst? Du hast seit Jahren Kurzgeschichten in der Schublade, oder gar einen Roman, oder ein künstlerisches Fotobuch? Du hast manchmal den Impuls, deine Werke zu veröffentlichen, aber Du weißt nicht recht, wo anfangen? Genau dafür – nämlich um dich beim Eigenverlag deines Erstlings zu unterstützen – haben wir den Verein Eigenfarben gegründet.“ 

„Wir“- das sind Franz Josef Gaugg, Gert Lanser und Rainer Wisiak. Die oben angeführte Einladung ist der Homepage von „Eigenfarben“ entnommen und spricht für sich. Die drei haben die feste Überzeugung, dass viele Menschen Ideen, Gedanken und Worte haben, die es wert sind, erhalten und weiterverbreitet zu werden und das unterstützen sie mit großer Freude.

Franz Josef Gaugg und Rainer Wisiak im Interview mit Fritz Schandl

Schönes Vermehren weiterlesen

Im Gehen bewegen wir die Dinge!

Ein Gespräch mit Sabine Polatschek – Gründerin der Waldkindergruppe „Waldfexxx“ – über die Entstehungsgeschichte von „Waldfexxx“, die Wichtigkeit von gelebter Gemeinschaft und elementarer Erfahrungen für Kinder im Kontext Wald – und was ihre Prioritäten wären, wäre sie Bildungsministerin.

Das Interview ist dem Buch „Waldkindergärten und Naturkindergruppen in Österreich“ von Christine Glaser-Ipsmiller und Rainer Wisiak entnommen.

Mit diesem Interview endet die „Rubrik Waldkindergärten“.

Rainer Wisiak

Im Gehen bewegen wir die Dinge! weiterlesen

Arms are for hugging, not for fighting

Am 1. Oktober ist Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben. Über 60 Jahre lang hat sie die Primatenforschung revolutioniert, doch hat sich ihr diesbezügliches Engagement nicht auf Schimpansen beschränkt. Mehr und mehr rückte auch der Mensch und seine alles entscheidende Rolle ins Zentrum ihrer unermüdlichen Aktivität rund um den Erdball. Unzählige Projekte zum Schutz der Umwelt, v.a. von und mit Kindern und Jugendlichen, haben sie und ihre vielen Unterstützer weltweit initiiert. Dabei war ihr immer besonders wichtig, stets der friedlichen Koexistenz aller lebendigen Umwelt gleichermaßen gerecht zu werden: dem Land, den Tieren, den Menschen.

In einer berührenden Video-Botschaft appellierte Jane Goodall kurz vor ihrem Tod noch einmal an jede/n einzelne/n von uns. Hier das wortgetreue Transkript:

Jost-Alexander Binder

Arms are for hugging, not for fighting weiterlesen

Unendlich reich

Bist du schon mal in einen riesengroßen Blätterhaufen gesprungen?
Hast du schon einmal die Hände in einem Meer von Eicheln gebadet?
Hast du schon mal gefühlt, wie sich eine Nacktschnecke auf der Unterseite anfühlt? Und auf der Oberseite?
Hast du schon einmal mit der Hand in einem Zug einen ganzen Ast von Blättern befreit?
Hast du dir schon mal so viele Brombeeren in den Mund gesteckt, dass du sie fast nicht mehr beißen konntest und dir der Saft aus den Mundwinkeln geflossen ist?
War der Schnee bei dir schon einmal so hoch, dass es unmöglich war, über ein Feld zu gehen?
Hast du schon Sonne erlebt, die so stark war, dass sie ganz schnell nasse Dinge trocknen kann?
Ist dir der Nebel schon einmal bis ins Knochenmark gekrochen?
Hattest du schon einen Regenwurm in der Hand, der versucht hat, sich zwischen deinen Fingern zu verstecken?
Hast du schon Wind gespürt, der dich scheinbar über die Felder fliegen lässt?
Hast du schon Regen erlebt, der alle konkaven Flächen sofort in Pfützen, Lacken und „Pools“ verwandelt?
Hast du schon Kälte gefühlt, die die ganze Welt in ein glitzerndes Kleid hüllt und alles rutschig macht?

Marise Polatschek-Fries

Unendlich reich weiterlesen

Thanksgiving

Nachdem meine Oma gestorben war, wählte ihr jüngster Sohn, also mein Onkel, ein Klavierstück von George Winston für die Verabschiedung, Titel: Thanksgiving. Ich weiß nicht, wem der Komponist dieses Stück gewidmet hat, aber es war gut gewählt von meinem Onkel. Denn es bewirkte damals bei mir genau das, was es ankündigt: Dankbarkeit zu empfinden. 

Jost-Alexander Binder

Thanksgiving weiterlesen