Alle Beiträge von Jost-Alexander Binder

Arms are for hugging, not for fighting

Am 1. Oktober ist Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben. Über 60 Jahre lang hat sie die Primatenforschung revolutioniert, doch hat sich ihr diesbezügliches Engagement nicht auf Schimpansen beschränkt. Mehr und mehr rückte auch der Mensch und seine alles entscheidende Rolle ins Zentrum ihrer unermüdlichen Aktivität rund um den Erdball. Unzählige Projekte zum Schutz der Umwelt, v.a. von und mit Kindern und Jugendlichen, haben sie und ihre vielen Unterstützer weltweit initiiert. Dabei war ihr immer besonders wichtig, stets der friedlichen Koexistenz aller lebendigen Umwelt gleichermaßen gerecht zu werden: dem Land, den Tieren, den Menschen.

In einer berührenden Video-Botschaft appellierte Jane Goodall kurz vor ihrem Tod noch einmal an jede/n einzelne/n von uns. Hier das wortgetreue Transkript:

Jost-Alexander Binder

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Thanksgiving

Nachdem meine Oma gestorben war, wählte ihr jüngster Sohn, also mein Onkel, ein Klavierstück von George Winston für die Verabschiedung, Titel: Thanksgiving. Ich weiß nicht, wem der Komponist dieses Stück gewidmet hat, aber es war gut gewählt von meinem Onkel. Denn es bewirkte damals bei mir genau das, was es ankündigt: Dankbarkeit zu empfinden. 

Jost-Alexander Binder

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Mutproben

Ist es mutig, in Zeiten wie diesen eine Familie zu gründen? Ist es mutig, bei einem Unfall Erste Hilfe zu leisten? Ist es mutig, im Theater eine Sprechrolle zu spielen? Ist Helicopter-Skiing mutig? Ist es mutig, Chilis mit zwei Mio. Scoville zu kosten? Ist es mutig, zu seinen Überzeugungen zu stehen? Und ist es trotzdem mutig, öffentlich Einsicht zu zeigen? Ist es mutig, eine große Spinne zu berühren? Ist es mutig, sich provokant zu kleiden/zu frisieren/zu benehmen? Ist es mutig, Achterbahn zu fahren?

von Jost Alexander Binder

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BEZIEHUNGS-WEISE

Es scheint geradezu bestechend einfach: Beziehung, das ist doch Kommunikation! Und kommunizieren können wir ja, wir Menschen. Bekanntlich ist es sogar ganz unmöglich, nicht zu kommunizieren. Es heißt, dass wir über unsere Gestik, Mimik, Körperhaltung sogar mehr, bzw. verlässlicher kommunizieren, als mit der Sprache. Nun, wer sich einmal im Ausland, der Landessprache unkundig, zu verständigen versucht hat, kann das vielleicht bestätigen. Das Wissen über Kommunikation und die mit ihr und durch sie verursachten Probleme würde wahrscheinlich Bibliotheken füllen. Dito jenes über Beziehungen. Die ernüchternde Evidenz zeigt: Selbst bei ähnlichem Wortschatz und Bildungsstand und sogar bei gleichem fachlichem oder beruflichem Hintergrund kann eine reibungslose Kommunikation nie garantiert werden. Missverständnisse, inhaltliche Mängel, gewollte oder versehentliche Zusatzbotschaften sind so allgegenwärtig wie herausfordernd. Wie ist es bei Beziehungen?

von Alexander-Jost Binder

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Hast du Zeit?

Irgendwann begann die Zeit. Das kümmerte zunächst lange niemanden, denn sie lief sowieso; von selbst. Irgendwann befanden Menschen, dass man die Zeit messen müsse und dass Uhren dafür geeignet sind. Und bald, dass es sich bei Uhren um ein probates Kontrollinstrument handelt. Allerdings gibt es Uhren, so wie wir sie heute gewohnt sind, noch nicht allzu lange. Doch der Reihe nach.


von Jost Alexander Binder

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Herstory

Während der jüngeren Menschheitsgeschichte war es fürwahr nicht immer ein Vorteil, weiblich zu sein. Das war allerdings nicht immer so. Immer wieder stößt man auf eine – zugegebenermaßen etwas unübersichtliche – Zeitspanne von etwa 5.000 Jahren, in der die weibliche Hemisphäre sukzessive zurückgedrängt, beschnitten, diskriminiert wurde. Wiewohl es freilich auch in den dunkelsten Phasen dieses Zeitabschnitts, nehmen wir z.B. die Hexenverfolgung, immer auch Lichtblicke gab. Von Dichterinnen, Schreiberinnen, Äbtissinnen oder Hildegard v. Bingen ist die Rede – indes selbstverständlich immer nur von Kirchenmannes Gnaden. Priesterinnen (sozusagen Vorläuferinnen der späteren Frauenorden) begegnen uns in der griechischen und römischen Antike zuhauf. Auch Heilerinnen sind keine Seltenheit und selbstverständlich auch einige Herrscherinnen. Alleine, das Quantum überzeugt nicht so recht, verglichen mit den männlichen Potentaten.


Von Jost-Alexander Binder

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ad multos annos pulchros!

Feiern ist ein kulturhistorisch nicht näher datierbarer Vorgang. Der Mensch kultiviert das Feiern vermutlich mindestens schon so lange wie basale Lebensgrundlagen, wie z.B. die Nahrungsaufnahme, den Geschlechtsakt oder den Schlaf. Dies deshalb, weil der Mensch ein soziales Wesen ist, welches nicht darauf ausgerichtet ist, sein Leben in Einsamkeit zu verbringen. Was nicht heißen soll, dass man nicht bestimmte Dinge auch ganz für sich allein feiern kann. Mein ursprüngliches Vorhaben, das Feiern, v.a. die sehr verschiedenartigen Formen des Feierns, nämlich jene zur Ankunft, zum Abschied, zu wiederkehrenden Anlässen privater oder gesellschaftlicher Art analytisch in angemessener Weise zu thematisieren, hat mich letztlich überfordert. Doch es zählen auch diese singulären Ereignisse, wie z.B. Jubiläen, zu unserer Feiervielfalt. Und darum soll es in diesem Artikel gehen.


Von Jost-Alexander Binder

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Grundbedürfnis „Pause“

Ohne Pausen geht es nicht. Das wird niemand bestreiten. Zu den basalen, also lebensnotwendigen Grundbedürfnissen der bekannten Maslow’schen Bedürfnishierarchie gehört daher unter anderem der Schlaf. Nicht explizit erwähnt wird die Pause. Dabei empfiehlt es sich doch definitiv auf allen Stufen des oft als Pyramide dargestellten Modells, immer wieder auch innezuhalten, zu reflektieren, Pause zu machen. 


Von Jost-Alexander Binder

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