Mutproben, freigeist, Herbst 2025, Lernwerkstatt im Wasserschloss Pottenbrunn

Mutproben

Ist es mutig, in Zeiten wie diesen eine Familie zu gründen? Ist es mutig, bei einem Unfall Erste Hilfe zu leisten? Ist es mutig, im Theater eine Sprechrolle zu spielen? Ist Helicopter-Skiing mutig? Ist es mutig, Chilis mit zwei Mio. Scoville zu kosten? Ist es mutig, zu seinen Überzeugungen zu stehen? Und ist es trotzdem mutig, öffentlich Einsicht zu zeigen? Ist es mutig, eine große Spinne zu berühren? Ist es mutig, sich provokant zu kleiden/zu frisieren/zu benehmen? Ist es mutig, Achterbahn zu fahren?

von Jost Alexander Binder

Ist es mutig, sich – wozu auch immer – zu outen? Ist es mutig, für sein Land in den Krieg zu ziehen? Oder ist es mutig(er), den Kriegsdienst zu verweigern? Ist es mutig, in Kryptowährungen zu investieren? Ist es mutig, Regeln zu brechen? Ist es mutig, sich das Ja-Wort zu geben? Ist es mutig, „Nein“ zu sagen? Ist es mutig, Bungee zu springen? Oder ist es mutig(er) mit dem Fallschirm? Ist es mutig, Künstler/in werden zu wollen? Ist es mutig, über glühende Kohlen zu laufen? Ist es mutig, jemanden zur Rede zu stellen? Oder ist es mutig(er), vor einer großen Menge eine Rede zu halten? Ist es mutig, die eigene Meinung zu sagen, auch wenn man damit alleine ist? Ist es mutig, beim Roulette auf eine bestimmte Zahl zu setzen? Ist es mutig, der Natur zu vertrauen? Ist es mutig, nachts alleine über einen Friedhof zu spazieren? Oder ist es mutig(er), eine Nacht alleine im Wald zu verbringen? Ist es mutig, in einem Plenum Fragen zu stellen? Ist es mutig, ein Unternehmen zu gründen? Ist es mutig, zum Zahnarzt zu gehen? Ist Stagediving mutig? Oder ist Scubadiving mutig(er)? Ist es mutig, standhaft zu bleiben, auch wenn man dafür diskriminiert oder ausgegrenzt wird? Ist es mutig, körperlichen Schmerz zu riskieren? Ist es mutig, ins kalte Wasser zu springen – in echt oder symbolisch? Ist es mutig, einen Bildungsweg abzubrechen? Ist es mutig, auf einem Pferd zu reiten? Ist es mutig, auszuwandern? Ist es mutig, einen völlig neuen Beruf zu erlernen? Ist es mutig, der Obrigkeit zu widersprechen? Ist es mutig, Fragen zu stellen? Oder ist es mutig(er), Fragen zu beantworten? Wie mutig ist es, die eigene Unwissenheit zuzugeben? Ist es mutig, seinem Kind ein alternatives Schulsystem zu ermöglichen? Oder ist es mutig(er), sein Kind durch das Regelschulsystem zu begleiten? 

Ist es eigentlich (noch) mutig, Mut zu zeigen? Oder hat es weniger mit „zeigen“ zu tun als vielmehr mit „spüren“?

Wie würdest Du diese beliebige Auswahl an möglichen „Mutproben“ beantworten? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jeweils mit „Ja“, „Nein“ oder „Kommt drauf an“. Worauf kommt es an? Darauf, wer sie beantwortet, wer Du bist. Und ziemlich sicher würde es bei einer Befragung von tausend Leserinnen einige eklatante Unterschiede und einige signifikante Übereinstimmungen geben. Zum Beispiel werden wahrscheinlich fast alle zustimmen, dass Helicopter-Skiing ein gewisses Maß an Mut erfordert; selbst diejenigen, die das schon öfter gemacht haben. Es erfordert ja nicht nur sportliche Fitness, sondern auch eine gewisse Risikobereitschaft. Es könnte aber auch sein, dass manche diesen Sport überhaupt nicht als mutig einordnen würden, weil hier zum reinen „Vergnügen“ ein vermeidbares Risiko eingegangen wird, mit dem ein vergleichsweise hohes Maß an Selbstgefährdung verbunden ist. Eine Gefährdung, die, sollte es zu x+xqeinem Unfall kommen, dann tatsächlich Mut erfordert: nämlich den der Rettungskräfte, die sich zwar für Einsätze dieser Art berufen fühlen sollten – aber die Bergung aus besonders schwierigem Gelände ist auch einem Bergretter sicher nicht angenehmer als dem Feuerwehrmann das Betreten eines Großbrandes mit Einsturzgefahr. 

Grenzgänger.

Bei Helicopter-Skiing scheint die Kontroverse relativ überschaubar. Komplizierter wird es bei Fragen des Geschmacks, nicht nur was Chilis, auch was politische Äußerungen betrifft. Und erst recht, wenn es um die höchstpersönliche Betroffenheit geht. Was für die/den eine/n selbstverständlich ist (z.B. nachts über einen Friedhof zu gehen, ein Unternehmen zu gründen, auf einer Bühne zu performen), kann für eine andere Person ein (gefühlt) unüberwindliches Hindernis darstellen. Während es für die eine Person ein vertrautes oder sogar angenehmes Gefühl ist, eine Schlange durch die Finger gleiten zu lassen, wäre für jemanden anderen schon das Berühren dieser Schlange mit einem Maximum an Überwindung verbunden – eine Mutprobe. 

In jedem Fall bedeutet „mutig zu sein“ ein über sich selbst hinauswachsen, ein „über Grenzen“ gehen – die eigenen versteht sich (die Grenzen der anderen bleiben tabu, nur damit das erwähnt sei). Aber nicht jedes „über sich hinauswachsen“ ist uns zumutbar. Nicht jeder Grenzgang eignet sich zur Mutprobe. Welche Grenze welchen Stellenwert hat – das ist teilweise Gegenstand unseres persönlichen Charakters und Wertegerüsts. Als Prüfstein für Mut eignet sich der Level des eigenen Risiko- bzw. Angstempfindens. Manche Grenzen sind aber auch durch gesellschaftliche (und damit oft rechtsverbindliche) Regeln vorgegeben. „Vorgegeben“ bedeutet zwangsläufig immer zweierlei: zu befolgen und zu hinterfragen! So gibt es Grenzen, deren Überschreiten eine Gesellschaft missbilligt und sanktioniert; und manchmal sind es gerade diese Grenzen, die ein ganzes Weltbild auf ein völlig neues Niveau zu hebeln imstande sind, wenn  sie früher oder später von irgendjemandem überschritten werden… zum Beispiel jene des Horizonts in Zeiten des geozentrischen Weltbilds. 

Mut bedeutet also auch: die Grenzen zu kennen, die man überschreiten möchte. Vor allem jene oft sehr unscharfe Grenze zwischen Kühnheit und Tollkühnheit, deren Verlauf wir nur mit Hilfe unseres Gespürs ergründen können. 

Zu mancher Überwindung schadet es wahrscheinlich nicht, gelegentlich auch mit etwas Nachdruck, ermutigt zu werden: „Du schaffst das!“ (z.B. vor einer Bewerbung, einem Vorsprechen, einer Prüfung…). Doch immer, wenn eine bestimmte Hemmung oder Angst bewältigt werden muss, kommt auch Verantwortung ins Spiel. Denn Angst hat bekanntlich  eine wichtige Schutzfunktion. Leider mit dem Nebeneffekt, dass sie allzu oft auch verletzlich, unsicher und psychisch wie motorisch labil macht. In einem solchen Zustand eine potentiell gefährliche Mutprobe zu absolvieren, ist keine solche mehr. Und unsere Ängste kennen wir letztlich selbst am besten. Höhenangst zum Beispiel.

Als ich ca. 14 Jahre alt war, bin ich einmal im Freibad vom Fünfer gesprungen. Der Sprungturm war 10m hoch und erst wollte ich von ganz oben springen, denn auch einige meiner Freunde trauten sich das. Beim Erklimmen des Turmes wurde mir aber bereits bei 7m ziemlich mulmig. Ich bin dennoch bis zum „Zehner“ hinaufgestiegen. Aber von soweit oben schaut das Becken viel kleiner aus, als man glaubt. Und dann hat man ja auch noch etliche Horrorgeschichten gehört, von welchen, die irgendwie nicht richtig auf der Wasseroberfläche aufgekommen sind und… naja. Dass sich Wasser sehr hart anfühlen kann, wenn man mit Wucht draufplatscht, das kannte jeder von missglückten Arschbomben oder überstreckten Köpflern, auch aus geringer Höhe. Ich bin jedenfalls vorsichtig wieder umgekehrt und runtergeklettert. Ganz runter. Später bin ich dann doch nochmal rauf, halt nur bis zum Fünfer. Und man muss ja bedenken: Wenn man am Fünfer steht und selbst fast ca. 1,85m hoch ist, dann schaut man ja trotzdem von fast 7m runter. Weil die Augen ja oben im Kopf sind und nicht an den Zehen. Also springt man gefühlt von fast 7m, obwohl das Sprungbrett nur 5m weit oben ist. Ich nahm all meinen Mut zusammen, wie man so schön sagt – und sprang. Einmal. Das reichte völlig, denn jetzt konnte ich sagen, ich sei auch schon vom Fünfer gesprungen. Das war‘s wert und eigentlich auch keine große Geschichte – im Nachhinein betrachtet. Von weiter oben wollte ich es trotzdem auch später nie mehr probieren. Hätte mein Lebensweg eine Karriere in Acapulco vorgesehen, wäre ich um diese Überwindung wahrscheinlich nicht herumgekommen. Und? War es nun mutig vom Fünfer zu springen? Oder war es mutiger, nicht vom Zehner zu springen? Im einen Fall habe ich mir selbst bewiesen, etwas überwinden zu können. Im anderen, dass ich entscheiden kann, nicht alles überwinden zu müssen; erst recht nicht, um Dritten etwas zu beweisen.  

Mutproben sind das eine. Notlagen etwas anderes! Jeder Mensch, der in einer Notsituation, sei es bei einem Unfall, einem Angriff, einer medizinischen oder einer sonst bedrohlichen Lage, schon einmal Schutz, Unterstützung oder Rettung durch couragierte Dritte erfahren hat, weiß, was das bedeutet. Oft muss es schnell gehen, beherzt und bestimmt gehandelt werden. Allerdings haben wir für Ausnahmesituationen in unserem Kopf kein Skript – keine erprobte Handlungsroutine! Dass wir trotzdem handeln liegt daran, dass wir in dem Moment scheinbar unstrittige Prioritäten setzen. Üben kann man den Umgang mit Unvorhersehbarem wahrscheinlich eher nicht; aber ganz unvorbereitet muss es eine/n auch nicht treffen:  Der Polizist, Präventions- und Opferberater Alex Schwandner gibt in seinem Buch „Stärke zeigen“ vielfach erprobte Tipps zum vernünftigen Verhalten in spezifischen Gefahrensituationen. Denn zwischen Bystander-Effekt (eine Art Paralyse der Menge) und allzu überengagiertem Eingreifen, mit hohem Risiko der Selbstgefährdung, liegen meist viele Ebenen erfolgsversprechender Handlungsoptionen. Alle erfordern Mut – müssen aber letztlich immer auf Schadensminimierung abzielen. 

Netz und doppelter Boden.

In Literatur, Film und Fernsehen imponieren uns stets diejenigen, die sich „etwas trauen“. Etwas, von dem wir uns selbst meistens nie und nimmer vorstellen können, dass man sich das trauen kann. Doch ohne dieses „sich trauen“ der Protagonisten lässt sich ein Problem nicht lösen, jemand nicht retten, etwas nicht zum Guten wenden, etc. Sich trauen – das bedeutet Mut. Mut ist die Würze vieler Geschichten. Und allzu leicht fesselt uns dieser oft effektreich in Szene gesetzte Mut nicht nur, sondern – wer kennt das nicht – er motiviert auch und regt an zu mehr Selbstbewusstsein… Dabei ist der kommerziell zur Schau gestellte Mut doch in Wirklichkeit gar nicht echt. Das vorübergehend vergessen zu machen ist freilich die Kunst gelungener Regie-führung. Mehr noch als der designte Mut der Vorabend- und Kinohelden beeindruckt mich daher der Mut jener, die ihren Mut gerade nicht zur Schau stellen, ihn manchmal selbst gar nicht so benennen würden. Während das Mutspektakel der Helden am Set und auf Bühnen nach getaner Arbeit in der Umkleide endet und auch der seitenstärkste Lesestoff spätestens beim Buchdeckel in einen Showdown mündet, kennt jenes der „Helden des Alltags“ weder Werbepausen noch Sendeformate. Ihr Mut wird jeden Tag oder jede Nacht neu auf die Probe gestellt. Unser Leben ist eben kein Film. Es folgt auch keinem Drehbuch. Jedes Leben ist eine einzigartige Komposition mit mehr oder weniger ausgeleuchteten Arealen unserer höchstpersönlichen Realität. Eine Realität in der – und das ist uns durchaus bewusst – keineswegs immer alles auf jenes Happy End hinausläuft, auf das wir uns bei Kinobestuhlung so gerne verlassen. Stattdessen gibt’s das erste Theater oft schon bald nach dem Lichtspiel – und die Brösel sind nicht nur die Reste vom Popcorn. 

Das Leben ist keine Generalprobe.

Während ich diesen Beitrag verfasse, trägt sich ein berührendes Ereignis zu: Der Schriftsteller, Journalist, Lehrer und Schulkritiker Niki Glattauer scheidet schwerkrank aber bzw. deshalb selbstbestimmt aus dem Leben. Seine körperliche Verfassung veranlasste ihn dazu. Er tat es nicht unüberlegt, sondern geplant und mit Hilfe professioneller Begleitung. Es war ihm nicht wichtig, spektakulär oder im Groll, sondern im Gegenteil: in Würde zu sterben. Ist das nicht ein Wunsch, den wir alle hegen? Wenn wir mal ehrlich sind. Natürlich möglichst ohne Freitod. Aber Herr Glattauer hat nicht einfach Suizid begangen. Er hat nicht aus Verzweiflung gehandelt oder gar im Affekt Gewalt gegen sich selbst gerichtet, wie es bei Selbstmord sonst leider meist der Fall ist. Herr Glattauer hat sein Vorhaben nicht leichtfertig beschlossen, es mit vertrauten Menschen besprochen, sich informiert und konsultiert, die Entscheidung aber selbst und alleine getroffen, sich nichts ein- oder ausreden lassen. Entscheidungen zu treffen ist mutig! Erst recht welche von dieser Tragweite. Und obwohl es sich um einen so höchstpersönlichen und endgültigen Schritt handelte, war es ihm wichtig, zwei befreundeten Journalisten (Florian Klenk vom Falter und Christian Nusser von Newsflix) ein letztes Interview zu geben, das noch vor seinem Ableben erscheinen sollte. Ein Interview mit jemandem zu führen und zu veröffentlichen, von dem man weiß, dass er wenige Tage später sterben wird – auch das ist mutig; und erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl und Behutsamkeit. Ohne Pathos und dennoch voll ehrlicher Emotion hinterließ Niki Glattauer noch ein paar letzte Botschaften – doch das lesen Sie (bei Interesse) am besten selbst. Und er wollte wohl auch aufmerksam machen: auf diese Variante der Sterbehilfe, die seit noch nicht allzu langer Zeit nun auch in Österreich legal, freilich nur unter bestimmten Umständen, möglich ist. Was war mutig an Niki Glattauers Entscheidung? Der Schritt selbst? Vielleicht. Ganz sicher aber folgte sein (öffentliches) dazu Stehen nicht einfach dem Wunsch nach einer spektakulären Kulisse. Es war die gefühlvolle Bitte um Verständnis an jene, die es betreffen würde und könnte. Und ganz nebenbei erinnert er uns daran, unseren eigenen Tod nicht (z.B. aus Angst) zu verdrängen, sondern beizeiten verantwortungsvoll seine künftige Unvermeidbarkeit zu realisieren. Vor allem sollte es uns bei dieser Auseinandersetzung nicht nur oder primär um die Verteilung der materiellen Hinterlassenschaften gehen, sondern auch um unser seelisches Vermächtnis. 

Volkshelden?

Ich habe es in diesem Beitrag bewusst vermieden, auf die historischen Quellen von Mut einzugehen, was sich allein aufgrund des reichhaltigen Fundus an Helden in Epen, Gedichten, Gesängen und sonstigen Überlieferungen eigentlich angeboten hätte. Soviel Mut und Glanz. Oder? Mit Verlaub, mir ist das in diversesten Kulturen überlieferte Heldentum tatsächlich zu männlich dominiert und zu sehr an kriegerische oder sogar militärische „Erfolge“ geknüpft. Ich glaube, dass wir uns langsam von dieser einschlägigen Interpretation von Mut lösen sollten. Mut hat mit Stärke zu tun, zweifellos. Aber mit einer, die die Menschheit bereichert, nicht mit einer, die sie ins Verderben stürzt; und das widerfährt in so ziemlich allen Heldenerzählungen der Weltgeschichte zumindest einer, wenn nicht mehreren „Seiten“ auf oft grausamste Weise. 

Mutig war dagegen die Frau, die sich in den westlichen Kulturen erstmals dafür eingesetzt hat, als gleichwertiger Mensch, nicht als Dienstmagd gesehen zu werden; die auf einen selbstgewählten Bildungs- und Berufsweg bestanden und ihn durchgesetzt hat, ihr politisches Mitwirken erreicht hat. Mutig waren die Arbeiter, die dereinst Rechte erstritten haben, die heute niemand (der unselbstständig berufstätig ist) mehr missen möchte. Mutig waren jene Afroamerikaner, die irgendwann begonnen haben, sich gegen die Rassentrennung in den USA zu wehren. Mutig jene, die sich an die Spitze von Revolutionen gesetzt haben, und zwar von friedlichen Revolutionen! Und mutig sind und waren jene, die diese Bewegungen unterstützt haben, auch wenn sie nicht selbst betroffen waren. Mutig ist, wer aufsteht und darauf hinweist, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Ob das eine Hänselei in der Schule ist, jemand im öffentlichen Raum belästigt wird, man einen betrügerischen Vorgang bemerkt oder es die Verursachung oder Nicht-Beendigung eines Krieges betrifft. 

Also ist Mut kein Zustand, sondern eine höchstpersönliche Haltung? Ich denke, ja. Eine, die jeder/m mehr oder weniger gegeben ist, die aber auch reifen kann: durch kleine Entscheidungen, spontanes Einschreiten, durch das Aufstehen nach dem Scheitern und durch den Willen, für das Richtige einzustehen, auch wenn es unbequem ist. Übrigens scheint mir, dass uns genau das immer öfter abverlangt wird. Mir scheint auch, dass uns das gar nicht so schwer fallen müsste; und ich glaube, wir müssen uns nicht dazu zwingen, immer noch mutiger zu sein. Es könnte aber von Vorteil sein, wenn wir auch bei Fragen oder in Situationen, für die wir uns gewöhnlich nicht zuständig fühlen, oder die uns vielleicht nur manchmal betreffen, mit unserer erprobten mutigen Haltung aufstehen… für uns selbst und für jene die uns brauchen.